Digimon Data Squad | Фантастика | Charlie Chaplin 2 – Isai Kondattam –...

Ein Mord mit Aussicht


  1. Ø 3.4
   2015
Ein Mord mit Aussicht Poster
Alle Bilder und Videos zu Ein Mord mit Aussicht

Filmhandlung und Hintergrund

Ein Mord mit Aussicht: 90-minütiges Special zur Eifel-Krimiserie.

Darsteller und Crew

Bilder

Kritiken und Bewertungen

So werten die User Ø
(8)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme
So werten die Kritiker (1 Stimmen)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • Was als Serie gut ankommt, sollte doch auch als Spielfilm-Special funktionieren – der WDR macht mit seiner Eifel-Krimikomödie die Probe aufs Exempel.

    Ein Film zur Serie. Ist das eine gute Idee? Es gibt einige Beispiele, wo das nicht wirklich geklappt hat. An „Twin Peaks – Der Film“ sei erinnert oder an die „Sex and the City“-Spin-offs. Die Zutaten und die Personen waren alle da, doch richtig zünden wollten die auf Spielfilmlänge aufgeblasenen „Fremdgänger“ nicht. Serien – besonders seitdem sich das horizontale Erzählen durchgesetzt hat – folgen ihren eigenen Gesetzen, hier zählen primär die Autoren und ihre Bücher, beim Spielfilm ist eher der Regisseur gefragt, der dem jeweiligen Projekt seine ganz eigene Handschrift aufdrückt.

    Mangelnden Stilwillen – darunter Flashbacks, Farb- und Tonverfremdungen sowie ein Bildformatwechsel – kann man Jan Schomburg („Vergiss mein ich„) nicht vorwerfen. Ihm ist die Aufgabe zugefallen – nach dem Skript des im Stoff erfahrenen Benjamin Hessler – das, so WDR-Redakteurin Nina Klamroth, (etwas verspätete) „Weihnachtsgeschenk“ für die „Ein Mord mit Aussicht“-Fans zu inszenieren. Drei Staffeln à 13 Folgen sind seit 2008 ausgestrahlt worden, die Reaktionen des Publikums auf die in der Eifel angesiedelte Kriminalkomödie waren sehr positiv, die Quoten herausragend.

    Und so geht’s nun wieder ins Provinznest Hengasch. Mürrisch versieht Kommissarin Sophie Haas (Caroline Peters) hier ihren Dienst, ihre ersehnte Versetzung nach Köln ist abgelehnt worden – von einem schnöseligen Vorgesetzten namens Hans-Peter Jogereit (Matthias Matschke). Der besitzt im Nachbarort Hammelforst ein Ferienhaus, kurz nach einem Einbruch wird er dort erschossen aufgefunden. Neben dem Opfer steht Haas, die Tatwaffe in der Hand. Die ermittelnde Polizistin Sandra Holm (Nina Proll) hat ihre Hauptverdächtige – zumal diese sich bei ihrer Aussage auch noch in jede Menge Widersprüche verstrickt.

    Ein etwas gegen den Strich gebürsteter „Who Dunnit?“ ist in der Folge angesagt, eine wortreiche Tätersuche, bei der sich der (verkleidete) Gärtner als Täter entpuppt. Humor sticht Härte, das gut gelaunte, altbewährte Ensemble – darunter Dietmar alias Bjarne Ma?del mit gewohnter „Prinz Eisenherz“-Frisur als alkoholisiertes Geburtstagskind, Petra Kleinert als dessen Gattin, die ihrem „Bär“ im Marilyn-Monroe-Look ein Ständchen bringt, und die von Meike Droste unbedarft und sympathisch gespielte Kollegin Bärbel, die der Stilltee nonstop auf die Toilette treibt – spielt sich routiniert die Bälle zu.

    Slapstickmomente sind – von Andreas Schillings Score ironisch kommentiert – eingebaut, ein weißer, sorgsam geschorener Königspudel läuft durchs Bild, Mädel träumt sich als Westernheld, der den Zeitlupentod stirbt, und als sich Julia Riedler als Jogereits Geliebte mit „Ich bin die Freundin“ vorstellt, kontert Haas trocken: „Das tut mir leid“. Ingesamt zu brav, zu ausgewogen fällt der Spaß aus. Oder um es mit den Worten „Bärs“ auf den Punkt zu bringen: „Mann, Mann, Mann…“ geh.

Kommentare